ZÜRICHSEERUNDFAHRT, 31. MAI 2026

ZÜRI2-WIRBEL AM ZÜRISEE!

Die Herren wollten es nochmals wissen. Das Ziel: ein brutaler Schnitt von über 30 km/h über 65 Kilometer. Doch dann tauchte EIN Bike auf, das einfach nicht müde werden wollte. Der Verdacht steht im Raum: getunt?!

Sonne, gute Laune und ein heimlicher Plan

ZÜRICH. Was für ein Tag! Der Himmel strahlte, die Temperaturen luden förmlich zum Pedalen ein, und so liessen sich gleich 11 Züri2-ler und Züri2-lerinnen nicht zweimal bitten. Doch dieses Jahr ging es um mehr als um eine gemütliche Seeumrundung. Unter der guten Laune brodelte der pure Ehrgeiz. Das Motto der Herren: Wir haben es noch drauf!

Massimo flüchtet im Morgengrauen

Schon lange vor dem offiziellen Start hatte sich Massimo abgesetzt. Mit seiner Zeitfahrmaschine, im Alleingang, direkt von zu Hause. «Man weiss ja nie, wann die Gümmeler plötzlich Vollgas geben!», soll er gesagt haben. Vorsprung als Lebensversicherung. Ein schlauer Schachzug, wie sich später zeigen sollte. Oder vielleicht doch ein bisschen gar schlau?

Um Punkt 09.30 Uhr reihten sich vor dem Mönchhof 5 Pedaleure und 2 Pedaleurinnen ein. Die Stimmung: prächtig. Die Beine: frisch rasiert und startbereit. Mit Rückenwind, Gegenwind und einem guten Töff vorneweg ging es los.

Dann kam ER: «THE MACHINE»

Doch alle Augen richteten sich schon bald auf einen einzigen Mann. PATRIK. Im Feld nur «THE MACHINE» genannt. Konstant. Kraftvoll. Unermüdlich. Stunde um Stunde drosch er dasselbe Tempo in die Pedale, als würde ihn eine unsichtbare Hand vorwärtsschieben. Und sein Akku? Der hielt und hielt und hielt.

DER ZÜRI2 EXPRESS RÄUMT AB

Und das blieb nicht ohne Folgen für die Konkurrenz. Wieder und wieder schoss der Züri2 Express an top ausgestatteten Fahrern vorbei. Glänzendes Carbon, Aero-Helm, Profi-Trikot, das ganze teure Programm. Und dann zischte unsere Truppe einfach vorbei, als würden die Edel-Gümmeler am Strassenrand stehen und ein Picknick machen. Die Gesichter? Fassungslos. Der Frust? Mit blossem Auge sichtbar. Wer an diesem Tag vom Züri2 Express überholt wurde, durfte sich eine ordentliche Portion Demut zur Brust nehmen.

Das grosse Tuning-Geheimnis

Im Fahrerlager wurde getuschelt. Von einem ominösen «Software-Update» am Antrieb war die Rede. Tuning?! Patrik selbst schwieg und lächelte nur vielsagend. Fakt ist: Er führte das Feld an wie ein echter Strassenkapitän. Beat, Ivan, Rolf und Remo samt seinen beiden Girls klammerten sich ans Hinterrad und liessen sich ziehen. Alles lief nach Plan. Fast zu gut. Verdächtig gut.

DRAMA AUF DEN LETZTEN METERN: DER STROM IST WEG!

Doch dann, 2 Kilometer vor dem Ziel, das Unfassbare: Der Strom ging aus! Mit einem letzten, traurigen Piepsen verabschiedete sich der Akku in den ewigen Ruhestand. Stille. Panik. Schweissperlen. Aus «THE MACHINE» wurde von einer Sekunde auf die andere ein ganz normaler Mann auf einem plötzlich ziemlich schweren Velo.

Jetzt zählte nur noch eines: BIOKRAFT! Zähne zusammenbeissen, in die Pedale stehen und die letzten 2 Kilometer mit purer Muskelkraft ins Ziel kämpfen. Tritt für Tritt, Tropfen für Tropfen. Ein wahrer Überlebenskampf, wie ihn der Zürisee selten gesehen hat.

Und siehe da: Patrik biss sich durch! Mit hochrotem Kopf, brennenden Oberschenkeln und dem letzten Rest Stolz rollte er ins Ziel. DAS 30er-ZIEL IST GEKNACKT! Und die letzten Meter sogar mit eigener Kraft. Mission erfüllt, meine Herren. Respekt!

Die Damen reisen mit Stil

Während an der Front die Wattzahlen glühten (und einer plötzlich gar keine mehr hatte), nahmen es Irene und Priska deutlich gelassener. Die beiden Ladies reisten ganz entspannt per Bahn an und spazierten gemütlich vom Hauptbahnhof zum Mönchhof. Pulskontrolle? Fehlanzeige. Verschleiss? Null. Leerer Akku? Unmöglich. Clevere Damen!

Rätsel um den Vorsprung

Nach 3 Stunden rollte Massimo am Mönchhof ein und traf dort auf Bruno. Die Fahrt sei top gewesen, meinte er. Nur eines liess ihm keine Ruhe: Warum hatte ihn das Feld nie eingeholt?! «War der Vorsprung am Ende vielleicht eine Spur zu grosszügig?», fragte sich ganz Züri2. Wir werden es wohl nie erfahren.

Kurz darauf trudelte auch die Fussgängertruppe ein, und unter Applaus fuhren unsere Rennfahrer und Rennfahrerinnen mit geröteten Wangen und stolzgeschwellter Brust vor.

Happy End mit Gewitter im Nacken

Dann hiess es: Erzählen, Lachen, Geniessen. Speis und Trank in vollen Zügen. Doch am Horizont braute sich bereits das nächste Drama zusammen: eine Gewitterfront im Anmarsch! Also schnell nach Hause, bevor es krachte.

Ein herrlicher Tag ging zu Ende.

UND DIE GROSSE FRAGE BLEIBT: Mit welchem Schnitt, welchem «Update» und vor allem wie vielen Ersatzakkus kommt Patrik nächstes Jahr zurück?

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